Underwater Cities

In dieser Rezension erfährst du, ob sich das Expertenspiel Underwater Cities für dich lohnt. Wir schauen uns an, wie schwer das Spiel ist und zeigen dir Vorteile und Nachteile des Spiels auf. Am Ende kannst du sogar noch von unseren Tipps profitieren. Viel Spaß dabei.

Altersempfehlung: Ab 12 Jahren
Spieldauer: 80 - 150 Minuten
Personenanzahl: 1–4 Spieler
Illustratorin / Illustrator: Michal Peichl, Roman Kucharski, Milan Vavroň
Autorin / Autor: Vladimír Suchý
Verlag: Delicious Games

Bunte Illustration eines Teegartens mit Bergen und Wolken im Hintergrund.

Planungsspiel mit großer Tiefe!

Underwater Cities im Test

Underwater Cities ist ein anspruchsvolles Strategiespiel, in dem die Spieler versuchen, eine funktionierende Zivilisation auf dem Meeresgrund aufzubauen. Angesichts überfüllter Städte an Land verlagert sich das Leben unter Wasser – und genau dort entwickeln die Spieler ihre eigenen Netzwerke aus Städten, Gebäuden und Verbindungen.

Underwater Cities richtet sich vor allem an erfahrene Spieler, da es viele miteinander verzahnte Mechaniken bietet und strategisches Denken über mehrere Runden hinweg verlangt. Ziel ist es, durch den Aufbau eines effizienten Systems aus Produktion und Infrastruktur möglichst viele Siegpunkte zu sammeln

Luft anhalten!

Spielaufbau.

Zu Beginn wird (wie so häufig) ein zentraler Spielplan in die Mitte gelegt, auf dem sich verschiedene Aktionsfelder, Kartenbereiche und Leisten befinden. Zusätzlich werden mehrere Kartendecks vorbereitet, die im Laufe des Spiels in unterschiedlichen Phasen (Epochen) verwendet werden.

Jeder Spieler erhält ein eigenes Tableau, auf dem er sein Unterwassernetzwerk aus Städten, Tunneln und Gebäuden aufbaut. Außerdem bekommt jeder Spieler Startressourcen und Karten.

 

Die Materialien umfassen unter anderem:

  • Städte und Verbindungen (Tunnel)
  • Produktionsgebäude wie Farmen oder Labore
  • verschiedene Ressourcen

Der Aufbau wirkt zunächst etwas umfangreich, ist aber nach kurzer Eingewöhnung verständlich.

Brettspiel-Setup mit mehreren Spielbereichen und Karten auf einem Tisch.

Besonderheiten!

Das Spielertableau ist das Herzstück von Underwater Cities. Hier entsteht nach und nach ein Netzwerk aus Städten und Gebäuden, das miteinander verbunden werden muss, um effizient zu funktionieren. Nur gut vernetzte Städte ermöglichen eine optimale Produktion von Ressourcen und Punkten.

Eine zentrale Besonderheit ist die Kombination aus Worker-Placement und Kartenmechanik:

  • Spieler setzen ihre Aktionsmarker auf bestimmte Felder des Spielplans
  • Gleichzeitig spielen sie Karten aus
  • Stimmen Farbe der Aktion und Karte überein, erhält man zusätzliche Vorteile

Dadurch entsteht ein spannendes Entscheidungsdilemma: Nutzt man eine starke Aktion oder spielt man eine besonders nützliche Karte – oder versucht man beides zu kombinieren?

Das ist tatsächlich der Kernstoff aus dem anspruchsvolle Spiele sind! Jedoch sind wir noch nicht fertig.......

 

Zusammenfassend kann man sagen:

  1. Ressourcenmanagement (z. B. Nahrung, Wissenschaft, Materialien)ist sehr wichtig!
  2. Engine Building durch Ausbau der eigenen Produktion langfristige Planung über mehrere Spielphasen hinweg ist Kern des Spiels.

Beides spiegelt die Charakteristik als Engine-Building-Game wieder und macht es Fans diesen Genres schwer das Spiel nicht zu mögen!

Das Brettspiel zeigt eine detaillierte Landschaft mit farbigen Spielfiguren und Ressourcen.
Spieler hält zwei Aktionskarten mit Obst, Nüssen und einem Segelboot, umgeben von Spielbrett.

Beispielhafter Rundenablauf

Underwater Cities verläuft über mehrere Runden, die wiederum in drei größere Spielphasen unterteilt sind.

Dabei führen, innerhalb einer Runde, die Spieler abwechselnd ihre Züge aus. Ein Zug besteht im Wesentlichen daraus:

  1. einen Aktionsplatz zu wählen (Worker Placement)
  2. eine Karte auszuspielen
  3. die entsprechende Aktion auszuführen
  4. Im Laufe der Partie bauen die Spieler ihr Netzwerk weiter aus, errichten neue Städte, verbinden diese mit Tunneln und erweitern ihre Produktion.

Nach bestimmten Runden kommt es zu Produktionsphasen, in denen alle aufgebauten Strukturen Ressourcen erzeugen. Diese Phasen sind entscheidend, da sie die Grundlage für den weiteren Ausbau bilden.

Underwater Cities endet nach einer festgelegten Anzahl an Runden. Anschließend erfolgt die Schlusswertung, bei der unter anderem das Netzwerk, erfüllte Ziele und gesammelte Karten bewertet werden. Der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt. 

Fazit für Underwater Cities

Underwater Cities ist ein komplexes und tiefgehendes Strategiespiel, das besonders durch seine clevere Kombination aus Worker-Placement und Kartenmechanik überzeugt. Es bietet viele Entscheidungsmöglichkeiten und verlangt eine gute Planung über mehrere Spielrunden hinweg. Dabei ist es vom Anspruch her ein klares Expertenspiel. In nicht ganz so kompetetiv ausgerichteten Runden kann es auch als anspruchsvolleres Kennerspiel durchgehen, weswegen wir es in beiden Kategorien führen!

 

Vorteile:

  • sehr strategisch und abwechslungsreich
  • interessante Kombination aus mehreren Spielmechaniken
  • hoher Wiederspielwert durch viele Karten und Möglichkeiten
  • befriedigender Aufbau einer eigenen „Produktionsmaschine“

 

Nachteile:

  • relativ lange Spieldauer/nichts für kurze Abende
  • Kein Anfängerspiel
  • bei voller Spielerzahl lange Downtime
  • viele Optionen können zunächst überfordern

 

Insgesamt ist Underwater Cities ein hervorragendes Spiel für alle, die komplexe Strategien mögen und Freude daran haben, Schritt für Schritt ein funktionierendes System aufzubauen und ihre "Planungsfrüchte" zu ernten. Für Gelegenheitsspieler kann es etwas anspruchsvoll sei und sie sollten daher die Finger davon lassen. Demjenigen, der sich dennoch rantraut, bietet es aber ein sehr intensives und belohnendes Spielerlebnis. Wir konnten uns nicht entscheiden und ordnen es zwischen Kenner- und Expertenspielen ein. 

Tipp vom Kultisten Fabbi:

Wenn man sich mit Underwater Cities intensiver beschäftigt, merkt man schnell, dass viele Strategietipps aus der Spieler-Community immer wieder in eine ähnliche Richtung gehen. Erfolgreiches Spielen hängt weniger von einzelnen „Geheimtricks“ ab, sondern vielmehr davon, einige grundlegende Prinzipien konsequent umzusetzen. Das haben wir bei unseren Spielen auch gemerkt. Bemerkenswerter Negativpunkt bei dem Spiel ist ganz klar die Glückslastigkeit der Karten, die man zieht. Hier ist man manchmal machtlos und muss zuschauen wie der anderen gewinnt. Das ist tatsächlich so und minimiert etwas den Spielspaß. Wer es dennoch ausprobieren möchte sollte auf folgende Punkte achten: 

Ein zentraler Punkt ist der frühe Aufbau einer funktionierenden Produktion. Wir empfehlen, sich in den ersten Runden nicht zu sehr auf Siegpunkte zu konzentrieren, sondern erst einmal eine stabile Grundlage zu schaffen. Wer früh Gebäude baut, die regelmäßig Ressourcen liefern, hat es im weiteren Spielverlauf deutlich leichter, größere Aktionen umzusetzen.

Ebenso wichtig ist der Ausbau des eigenen Netzwerks. Ich rate euch, lieber wenige Städte gut auszubauen, statt viele halb fertige Strukturen zu besitzen.

Außerdem solltet ihr die Karten nicht unterschätzen. Viele Einsteiger spielen Karten zu schnell oder ohne auf die Farbe der Aktionsfelder zu achten. Dabei liegt genau hier eine der stärksten Mechaniken im Spiel. Wer es schafft, Karten und Aktionen farblich zu kombinieren, erhält deutlich mehr Nutzen aus seinen Zügen. Geduld zahlt sich hier oft aus! Michi hat mit dieser Strategie die Nase vorn in dem Game.

Die Kultistenwertung für Underwater Cities. 

Abtauchen auf Expertenlevel: Underwater Cities fühlt sich ein wenig so an, wie ein versenktes Terraforming Mars. Unter Wasser gibt es viel zu tun – wir empfinden es als solides, gut durchdachtes Spiel ohne Suchtfaktor.

1–4

SPIELER

50

BGG-Ranking

3.59/5

KOMPLEXITÄT

Diese Kultisten haben Underwater Cities gespielt:

 Fabbi

Noch sehr unzufrieden mit den Stats.

Michael

Es scheint ihm zu liegen.

Bernhard

Bei diesen Spieleabenden noch unter der Oberfläche.

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