Djinn

In dieser Rezension erfährst du, ob sich das Kennerspiel Djinn für dich lohnt. Wir schauen uns an, wie schwer das Spiel ist und zeigen dir Vorteile und Nachteile des Spiels auf. Am Ende kannst du sogar noch von unseren Tipps profitieren. Viel Spaß dabei.

Altersempfehlung: Ab 12 Jahren
Spieldauer: 60 - 90 Minuten
Personenanzahl: 1–4 Spieler
Illustratorin / Illustrator: Dennis Lohausen
Autorin / Autor: Benjamin Schwer
Verlag: Pegasus Spiele

Das Cover zeigt eine elegante Burg umgeben von Kirschblüten in pastel Farben.

Djinn - Strategie und Plaung mit Flaschengeistern.

Djinn - Flaschengeist.

Vergesst die freundlichen Wunschgeister aus bekannten Geschichten – in „Djinn“ geht es deutlich düsterer zu. In einer kleinen Stadt breiten sich gefährliche magische Wesen aus und bedrohen die Quelle der Magie. Als Lehrlinge einer Gilde zieht ihr los, um diese Geister einzufangen und unter Kontrolle zu bringen.

Die Djinn tauchen an verschiedenen Orten in der Stadt auf. Eure Aufgabe ist es, diese Orte zu besuchen, Magie zu sammeln und die Wesen schließlich zu bannen. Das funktioniert in mehreren Schritten: Erst braucht ihr genügend magische Energie, um einen Djinn überhaupt festzusetzen, und dann müsst ihr auch noch die passende Flasche samt Korken besitzen, um ihn endgültig einzufangen.

Nebenbei könnt ihr euch Helfer sichern, neue Fähigkeiten freischalten, durch geheime Wege reisen oder eure Möglichkeiten auf andere Weise verbessern. Das alles greift ineinander und bietet einige Wege, um effizienter zu werden

Grundsätzliches zum Spielaufbau und der Mechanik.

Das Herzstück des Spiels ist die Bewegung durch die Stadt. Ihr legt im Voraus fest, welchen Weg eure Figur nimmt, dürft dabei aber nur in Blickrichtung weiterziehen. Dadurch entsteht eine Art Planungspuzzle: Ihr habt viele Optionen, aber eben nicht alle.

Man versucht also, eine Route zu finden, die möglichst viele sinnvolle Aktionen miteinander verbindet. Das klappt mal besser, mal schlechter – und genau darin liegt ein großer Teil des Spielreizes.

So viele Möglichkeiten es gibt, am Ende dreht sich fast alles um die gefangenen Djinn. Wer es schafft, viele davon korrekt einzusammeln, liegt vorne. Andere Dinge bringen zwar auch Punkte, sind aber eher Ergänzungen.

Das führt dazu, dass sich die Strategien oft ähneln. Man konzentriert sich stark darauf, möglichst viele Djinn in Flaschen zu bannen. Große Abweichungen davon sucht man vergebens. 

Brettspiel mit bunten Meeples und Ressourcen auf einem Holzspieltisch.

Inhaltsübersicht.

Ein echtes Highlight ist das Spielmaterial. Besonders das eigene Tableau sticht hervor: Hier werden Fähigkeiten freigeschaltet, Elemente verschoben und Fortschritte sichtbar gemacht. Das sieht nicht nur gut aus, sondern ist auch zweckmäßig.

Auch der Rest des Spiels ist liebevoll gestaltet. Die Illustrationen passen zum Thema und verleihen dem Ganzen eine stimmige Atmosphäre. Das macht wirklich Spaß, diese ganzen kleinen und großen Djinns zu jagen. Man klaut sie sich sogar gegenseitig, was für eine nette Interaktion sorgt.  Insgesamt muss man sagen, dass es optisch wirklich nett zu spielen ist. 

Ein Spielbrett mit Würfeln, Spielsteinen und verschiedenen Spielfeldfeldern.

Entspannter Spielfluß.

Trotz des interessanten Themas wirkt das Spielgeschehen überraschend ruhig. Die Djinn bleiben an Ort und Stelle, verändern sich nicht und stellen eher eine statische Aufgabe dar. Automatisch wünscht man sich, dass sie ihre Plätze tauschen oder verändernkönnen, wenn man kalkulieren kann wann dies passiert. Das wäre deutlich spannender. 

Auch die variable Auslage der Orte sorgt zwar für kleine Unterschiede, ändert aber wenig am grundsätzlichen Ablauf. Viele Partiensind daher ähnlich, sowohl im Verlauf als auch beim Ergebnis.

 „Djinn“ macht durchaus Spaß. Das Planen der Route, das Sammeln der passenden Kombinationen und das Freischalten neuer Möglichkeiten greifen gut ineinander. Fehler in der Planung können allerdings schnell dazu führen, dass einem wichtige Optionen entgehen.

Man tüftelt vor sich hin, schaut gelegentlich zu den anderen und versucht, den eigenen Zug möglichst effizient zu gestalten. Das funktioniert , sorgt aber nicht unbedingt für große Spannung. Daher kann man es aus unserer Sicht als ein Spiel für Zwischendurch wunderbar nutzen. 

Fazit für Djinn

Djinn ist handwerklich ein gutes Planungsspiel. Die Mechaniken greifen sauber ineinander, das Material ist hochwertig und die Thematik bringt frischen Wind mit. Besonders die Kombination aus Routenplanung und Tableau-Entwicklung weiß zu gefallen und macht auch wirklich Spaß

Trotzdem fehlt für mich etwas. Irgendetwas, was andere Spiele wie Aquatica oder auch Everdell besitzen, was mich dazu bringt es häufiger aus dem Schrank zu holen. Djinn läuft oft nach ähnlichen Mustern ab und entwickelt nur begrenzt Abwechslung in diesem Bereich. Dadurch fehlt manchmal das Gefühl von echter Abwechslung und Überraschung.

Wer ein solides Kennerspiel mit schönen Komponenten und klaren Abläufen sucht, wird hier gut bedient. Wer jedoch auf starke Abwechslung oder große Spannung hofft, könnte am Ende ein wenig unbefriedigt zurückbleiben. 

 

Vorteile

  • Cleveres Routenplanungs-System mit interessanten Entscheidungen
  • Viele verzahnte Mechaniken (Ressourcen, Fähigkeiten, Helfer)
  • Sehr hochwertiges und liebevoll gestaltetes Spielmaterial
  • Schönes, interaktives Tableau mit Entwicklungsmöglichkeiten
  • Angenehme Spielzeit und wenig Downtime

Nachteile

  • Spielverlauf  oft ähnlich 
  • Starker Fokus auf Djinn als Hauptstrategie
  • Wenig Dynamik – die Welt wirkt recht statisch
  • Kaum überraschende Wendungen im Spiel
  • Spannung bleibt teilweise auf der Strecke

 

Hand hält eine Spielkarte mit Ressourcen und Aktionen auf einem Spielebrett.

Tipp vom Kultisten Fabbi

In Djinn kommt es vor allem darauf an, effizient zu spielen und sich nicht zu verzetteln. Ein ganz wichtiger Punkt ist, dass du dich möglichst früh darauf konzentrierst, Djinn auch wirklich in Flaschen zu bekommen. Ein gebannter Djinn allein bringt kaum Punkte, deshalb solltest du immer darauf achten, passende Flaschen und Korken parat zu haben.

Bei der Routenplanung gilt: weniger ist oft mehr. Zu lange Wege führen schnell dazu, dass du zwar viele Dinge machst, aber nichts richtig effektiv. Besser ist es, kürzere, gezielte Routen zu planen, die dir genau das bringen, was du gerade brauchst.

Auch die Farben der Djinn spielen eine große Rolle. Es lohnt sich, sich auf eine oder zwei Farben zu fokussieren, statt alles wahllos einzusammeln. Kombinationen gleicher Farben bringen deutlich mehr als ein bunter Mix.

Helfer können dir das Spiel erleichtern, aber auch hier ist Zurückhaltung sinnvoll. Ein oder zwei gut gewählte Helfer reichen oft aus. Wer zu viel Zeit und Ressourcen darin investiert, verliert schnell an Tempo. 

Beherzigt ihr diese Punkte werdet ihr auch in der ersten Partie viel Freude haben. 

 

1–4

SPIELER

3256

BGG Ranking

2.95/5

KOMPLEXITÄT

Diese Kultisten haben Djinn gespielt:

 Fabbi

Hat genug von dem Hokuspokus

Michael

Hat sich selber eingekorkt

Bernhard

Nope.

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