Star Wars - The Deckbuilding Game

In dieser Rezension erfährst du, ob sich das Familienspiel  Star Wars - The Deckbuilding Game für dich lohnt. Wir schauen uns an, wie schwer das Spiel ist und zeigen dir Vorteile und Nachteile des Spiels auf. Am Ende kannst du sogar noch von unseren Tipps profitieren. Viel Spaß dabei.

Altersempfehlung: Ab 12 Jahren
Spieldauer: 30 Minuten
Personenanzahl: 2 Spieler
Illustratorin / Illustrator: Diverse
Autorin / Autor: Caleb Grace
Verlag: Fantasy Flight Games

Eine futuristische Landschaft mit Pflügern und Robotern im Hintergrund. Scythe-Spielcover.

Für echte Star Wars Fans - Eben Deckbuilding 

Star Wars - Deckbuilding Game.

Wenn du schon immer ins Star-Wars-Universum eintauchen wolltest und gleichzeitig Lust auf ein klassisches Deckbuilding-Spiel hast, dann trifft Star Wars: The Deckbuilding Game ziemlich genau diesen Sweet Spot. Dieses Spiel von Fantasy Flight Games versetzt dich direkt in den Kampf zwischen Galaktischem Imperium und Rebellenallianz, bei dem zwei Spieler sich an ihren Kartendecks messen und versuchen, die Basis des Gegners zu zerstören. Dabei muss man natürlich auch einiges beachte, aber dafür sind wir ja da. Los gehts!

Einstieg und Grundlegendes.

Im Kern folgt Star Wars: The Deckbuilding Game den bekannten Mechanismen klassischer Deckbuilder. Zu Beginn startet jede Partie mit einem kleinen Stapel aus zehn einfachen Karten. Pro Runde zieht man davon fünf auf die Hand und kann sie vollständig oder teilweise ausspielen. Im Verlauf des Spiels wird dieses Startdeck nach und nach verbessert, indem stärkere Karten hinzugefügt und schwächere wieder entfernt werden.

Gespielt wird ausschließlich zu zweit, wobei sich das Galaktische Imperium und die Rebellenallianz direkt gegenüberstehen. Beide Fraktionen verfügen über eigene Startkarten und dürfen während der Partie nur Karten ihrer Seite oder neutrale Karten ins eigene Deck aufnehmen. Zusätzlich beginnt jede Seite mit einem offenen Stützpunkt – dargestellt durch einen Planeten –, der eine besondere Fähigkeit besitzt. Dahinter liegt ein Stapel weiterer Stützpunkte, die nacheinander ins Spiel kommen, sobald der aktuell aktive zerstört wurde

Brettspiel mit Miniaturen und Spielsteinen auf einer detailierten Spielmappe.

Aufbau der Auslage.

Bevor es losgeht, wird die gemeinsame Kartenauslage vorbereitet. Sechs Karten werden offen vom Galaxie-Stapel ausgelegt und abhängig von ihrer Fraktionszugehörigkeit unterschiedlich zwischen den beiden Spielenden platziert. Neutrale Karten werden so gedreht, dass beide Seiten den Text problemlos lesen können. Fraktionskarten hingegen sind so ausgerichtet, dass der Haupttext nur für die jeweilige Fraktion gut sichtbar ist, während im unteren Bereich Informationen für die Gegenseite stehen, die später im Spiel relevant werden.

Erfahrungsgemäß lohnt es sich, die Auslage nicht nur korrekt auszurichten, sondern zusätzlich nach Kartentypen zu ordnen, um den Überblick zu behalten. Ergänzt wird die Auslage durch einen separaten Vorrat aus zehn Outer-Rim-Piloten – günstige Standardkarten, die jederzeit gekauft werden können, solange sie verfügbar sind.

Eine Hand hält eine Spielkarte mit einer Fabrik und Rauch im Hintergrund.

Ablauf eines Spiels.
 

Während des eigenen Zuges dürfen beliebig viele der fünf Handkarten ausgespielt werden. Die meisten Karten erzeugen ein bis drei Punkte in einem oder mehreren der folgenden Bereiche: Angriff, Ressourcen und Macht, oft kombiniert mit einer individuellen Sonderfähigkeit.

 

Angriff bestimmt, wie viel Schaden eine Karte verursachen kann. Jede Angriffsaktion wird einzeln abgehandelt und kann auf unterschiedliche Ziele gerichtet sein.

Ressourcen werden verwendet, um neue Karten aus der Auslage zu erwerben. Nicht genutzte Ressourcen verfallen am Ende des Zuges.

Macht beeinflusst das Gleichgewicht der Macht-Leiste. Der Marker wird in Richtung der eigenen Fraktion verschoben, ähnlich einem Tauziehen. Die aktuelle Position kann Effekte verstärken oder zusätzliche Vorteile gewähren.

Probleme beim Deckbau.

Der Ausbau des eigenen Decks ist – wie bei jedem Deckbuilder – das zentrale Element des Spiels. Genau hier zeigt sich allerdings auch eine der größten Schwächen: Alle Karten stammen aus einem gemeinsamen Nachziehstapel. Dadurch kann es passieren, dass sich zeitweise nur Karten einer Fraktion oder überwiegend neutrale Karten in der Auslage befinden. Je nach gewählter Strategie kann das hinderlich sein, vor allem für Spielweisen, die darauf ausgelegt sind, Karten aus der Auslage gezielt anzugreifen statt direkt den gegnerischen Stützpunkt. 

Brettspiel mit strategischen Figuren in Rot und Gelb auf einer detailreichen Landkarte.

Angriffe und Siegbedingungen.

Es existieren zwei grundlegende Angriffsarten: der direkte Angriff auf den gegnerischen Stützpunkt sowie das Angreifen gegnerischer Karten in der Auslage. Letzteres wird vom Imperium als Kopfgeldjagd und von der Rebellion als Spionage bezeichnet – eine thematische, aber regeltechnisch unnötige Differenzierung.

Um eine gegnerische Karte aus der Auslage zu beseitigen, muss der auf ihr angegebene Zielwert an Schaden erreicht werden. Als Belohnung erhält man anschließend den dort vermerkten Bonus. Diese Option steht jedoch nur zur Verfügung, wenn entsprechende gegnerische Karten überhaupt ausliegen.

Der eigentliche Weg zum Sieg führt allerdings über die Zerstörung aller gegnerischen Stützpunkte. Jede gespielte Karte kann separat entscheiden, ob sie einen Stützpunkt oder eine Auslagenkarte angreift. Sind keine Großkampfschiffe zur Verteidigung im Spiel, wird der Schaden direkt auf den Stützpunkt übertragen. Gerade zu Beginn kann das sehr effektiv sein, da Reparaturmöglichkeiten begrenzt sind. Dadurch können manche Partien überraschend schnell enden, noch bevor sich ein Deck richtig entwickeln konnte

Die Anzahl der Aktionen innerhalb eines Zuges ist nicht limitiert. Man kann Karten kaufen, Angriffe ausführen, Fähigkeiten nutzen und diese in beliebiger Reihenfolge abhandeln. Zur besseren Übersicht liegen dem Spiel farbige Würfel bei, mit denen Angriff und Ressourcen verwaltet werden.

Nach dem Zug wandern alle gespielten, ungespielten und neu erworbenen Karten auf den Ablagestapel. Nicht genutzte Würfel werden zurückgegeben. Großkampfschiffe bilden hierbei eine Ausnahme, da sie dauerhaft im Spiel bleiben. Anschließend zieht man fünf neue Karten – dann ist die Gegenseite am Zug. Das Spiel endet, sobald eine Fraktion alle gegnerischen Stützpunkte zerstört hat

Fazit für Star Wars - Deckbuilding Game von Asmodee.

Star Wars: The Deckbuilding Game ist ein zugänglicher, thematisch starker Deckbuilder, der vor allem im Zwei-Spieler-Duell seine größte Stärke ausspielt. Das Spiel schafft es, bekannte Mechaniken so mit dem Star-Wars-Universum zu verknüpfen, dass sich Imperium und Rebellion nicht nur optisch, sondern auch spielerisch deutlich unterscheiden.

Besonders positiv fällt auf, wie schnell man ins Spiel findet. Die Regeln sind überschaubar, und schon nach wenigen Zügen versteht man, wie sich Deckbau, Angriff und Machtmechanik gegenseitig beeinflussen. Gleichzeitig bietet das Spiel genug taktische Tiefe, um nicht nach ein oder zwei Partien langweilig zu werden. Gerade der permanente Druck durch angreifbare Stützpunkte sorgt dafür, dass jede Runde relevant ist und man dran bleiben muss.

Allerdings bringt genau diese Konsequenz auch Schwächen mit sich. Manche Partien können sehr früh entschieden werden, wenn ein Spieler früh aggressiv vorgeht und der Gegenseite die Möglichkeit fehlt, sich sinnvoll zu verteidigen oder das eigene Deck ausreichend zu entwickeln. Hinzu kommt der gemeinsame Nachziehstapel für die Auslage, der gelegentlich ungünstige Kartenzusammenstellungen produziert und bestimmte Strategien ausbremst. Das kann sich vor allem dann frustrierend sein, wenn man bewusst auf eine bestimmte Spielweise hinarbeitet, diese aber schlicht nicht unterstützt wird.

Unterm Strich ist Star Wars: The Deckbuilding Game ein sehr solides, atmosphärisches Kartenspiel, das besonders für Fans der Marke und für Spieler geeignet ist, die schnelle, direkte Duelle mögen. Wer komplexe Langzeitstrategien oder maximale Kontrolle über den Deckbau sucht, wird hier eher an Grenzen stoßen. Für kurze, spannende Zwei-Spieler-Partien mit starkem Thema ist das Spiel jedoch eine klare Empfehlung.

Tipp vom Kultisten Fabbi:

Star Wars - Deckbuilding Game ist realtiv leicht zu durchschauen und wird von uns daher als Familienspiel eingeordnet. Darum hier nur ein paar Kleinigkeiten. Die Rebellen müssen sehr früh sehr aggressiv spielen, da das Imperium eine klassische Schneeball-Fraktion ist. Diesen Grundcharakter des Spiels muss man eigentlich nur auf dem Schirm haben, um eben genau passende Gegenstrategien fahren zu können. Das wird, je nach Kartenglück, dann auch zu spannenden Matches führen. Viel Spaß damit.

Die Kultistenwertung für Star Wars – The Deckbuilding Game

Ja, es macht Spaß bei Star Wars – The Deckbuilding Game seine Flotte zusammenzukaufen und Söldner anzuheuern.  Und wie bei allen Deckbuilding-Spielen, freuen wir uns über gelungene Kombos, Kultstatus erreicht das Spiel allerings nicht, da es doch sehr vorhersehbar ist. 

2

SPIELER

-

ALTER

2/5

KOMPLEXITÄT

Diese Kultisten haben Star Wars – the Deckbuilding Game gespielt:

 Fabbi

Rebellenspezialist.

Michael

Bisher noch eine imperiale Luftpumpe.

Bernhard

Noch nicht gespielt.

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