Aquatica Cover.

Aquatica

In dieser Rezension erfährst du, ob sich das tolle Kennerspiel Aquatica für dich lohnt. Wir schauen uns an, wie schwer das Spiel ist und zeigen dir Vorteile und Nachteile des Spiels auf. Am Ende kannst du sogar noch von unseren Tipps profitieren. Viel Spaß dabei.

Altersempfehlung: Ab 10 Jahren
Spieldauer: 60 Minuten
Personenanzahl: 1-4 Spieler
Illustratorin / Illustrator: Andrew Modestov, Artur Varenyev, Irina Kuzmina, Marat Zakirov, Oleg Proshin
Autorin / Autor: Ivan Tuzovsky
Verlag: Frosted Games

Unterwasserszene mit Monster und versunkenen Schiffen.

Aus unerwarteten Tiefen entsprungen. 

Aquatica im Test

Das Brettspiel Aquatica führt die Spieler in eine fantasievolle Unterwasserwelt voller geheimnisvoller Orte, Meereswesen und versunkener Städte. Die Spieler übernehmen die Rolle von Herrschern eines Ozeanreichs und versuchen, ihr eigenes Reich im Laufe des Spiels immer weiter auszubauen. Dabei geht es vor allem darum, Orte zu erobern, neue Charaktere zu gewinnen und verschiedene Aufgaben zu erfüllen. Durch geschickte Planung und das Kombinieren von Aktionen sammeln die Spieler Siegpunkte. Am Ende gewinnt der Spieler mit den meisten Punkten.

Brettspiel-Setup mit mehreren Spielbereichen und Karten auf einem Tisch.

Spielablauf bei Aquatica.

Zu Beginn von Aquatica werden verschiedene Kartenstapel vorbereitet. Dazu gehören Ortskarten, Charakterkarten und Zielkarten. Die Ortskarten werden offen in die Tischmitte gelegt und stellen Orte dar, die die Spieler im Laufe des Spiels erobern können.

Jeder Spieler erhält ein eigenes Spielertableau, ein kleines Startdeck aus Karten sowie einige Marker/Mantarochen. Außerdem werden die Zielkarten ausgelegt, die zusätzliche Punkte bringen können, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt werden.

Der Aufbau ist dabei übersichtlich und nach kurzer Zeit kann das Spiel beginnen.

Anmerkung: Diese Mantarochen sind freie Zusatzaktionen und können an beliebiger Stelle genutzt werden, um deine Handlungsfähigkeiten positiv zu beeinflussen oder auch um Ziele zu werten. Solche Miniaturen im Spiel haben immer einen besonderen Reiz. Das Design von Aquatica ist dabei wirklich toll. Man taucht regelrecht ein in dieses Spiel und auch die Art und Weise, wie man spielt hat mich begeistert.  Also wollen wir uns im Weiteren einmal den genauen Ablauf einer Runde einmal anschauen. 

Das Brettspiel zeigt verschiedene Tiere und Monster der Tiefsee.
Brettspiel mit bunten Spielfiguren, Ressourcen und Spielkarten.

Besonderheiten des Spielertableaus und Spielmechanik.

Eine besondere Rolle spielt in Aquatica das Spielertableau. Es besteht aus mehreren Ebenen, unter die Karten geschoben werden können. Wenn eine Karte weiter nach oben bewegt wird (als freie Aktion), werden neue Effekte oder Belohnungen freigeschaltet. Dadurch entsteht ein interessanter Fortschritt im Spiel, weil sich die Möglichkeiten der Spieler immer weiter verbessern.

Die Spielmechanik basiert vor allem auf dem Ausspielen von Karten. Jede Karte ermöglicht bestimmte Aktionen, zum Beispiel das Sammeln von Ressourcen, das Erobern neuer Orte oder das Rekrutieren von Charakteren. Im Laufe des Spiels entsteht dadurch eine eigene Aktionskette, bei der mehrere Effekte miteinander kombiniert werden können. Jedoch sollte man wissen, dass es nicht möglich ist durch die Aktion "Karten nach oben schieben", die jeweilige Aktion der anderen Karte auszulösen, wenn man diese dann ebenfalls nach oben schiebt. Man positioniert seine Karten nur anders um in der nächsten Runde weitere sinnvolle Aktionen auszuführen. 

 

 

Spieler hält zwei Aktionskarten mit Characteren und Spielbrett im HIntergrund

Ablauf einer Runde und Spielende.

In seinem Zug kann ein Spieler grundsätzlich zwischen zwei Möglichkeiten wählen: 

  1. Entweder spielt er eine Karte aus seiner Hand aus und führt die darauf angegebene Aktion aus. Diese Aktion kann verschiedene Dinge bewirken, zum Beispiel Ressourcen erhalten, neue Karten bekommen oder Orte erobern.
  2. Oder er kann alle zuvor gespielten Karten wieder auf die Hand zu nehmen, damit sie erneut verwendet werden können.

 

Während des Spiels versuchen die Spieler, möglichst viele Orte zu kontrollieren, Charaktere zu sammeln und Ziele zu erfüllen. Dadurch erhalten sie Siegpunkte.

Das Spiel endet, sobald ein Spieler vier seiner eigenen Mantarochen auf den Zielen positioniert hat, alle Orte entdeckt wurden oder keine Charaktere mehr nachgezogen werden können.  Danach werden alle Siegpunkte zusammengezählt und der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt. Dabei zählen nur die Siegpunkte der Orte und die der Ziele. Mehr muss hier nicht zusammengezählt werden. 

Mehrere Karten zur Auswahl liegen vor. Siegpunkte und Sonderaktionen darauf.

Fazit für Aquatica

Aquatica ist ein strategisches Brettspiel, das durch seine besondere Mechanik und sein schönes Unterwasser-Setting überzeugt, ja sogar begeistert. Besonders das Spielertableau mit dem Karten-Aufstiegsmechanismus sorgt für ein ungewöhnliches und spannendes Spielerlebnis. Gleichzeitig bleibt das Spiel zugänglich genug, um auch Gelegenheitsspieler nicht zu überfordern. Michi und ich haben Nichts erwartet und Großartiges bekommen. Nach der ersten Partie haben wir sofort noch eine 2. gespielt. Sogar mit Erweiterung "Cold Water". Diese macht das Spiel tatsächlich noch besser. Aber auch ohne Erweiterung fanden wir das Spiel nachhaltig undsuper und freuen uns auf das nächste Match. 

 

Vorteile:

  • originelle Spielmechanik mit dem dreilagigen Tableau
  • schönes Thema und ansprechende Illustrationen
  • strategische Tiefe bei relativ einfachen Regeln
  • viele Kombinationsmöglichkeiten
  • hohe Wiederspielbarkeit durch verschiedene Karten und Ziele

 

Nachteile:

  • teilweise wenig direkte Interaktion zwischen den Spielern
  • für absolute Einsteiger zunächst etwas unübersichtlich
  • Man braucht einen großen Tisch.

Insgesamt ist Aquatica ein gelungenes Strategiespiel, das besonders Fans von Engine-Building-Mechaniken anspricht. Wer Freude daran hat, Aktionen clever zu kombinieren und Schritt für Schritt eine eigene Spielstrategie aufzubauen, wird mit diesem Spiel viele spannende Partien erleben und Freude haben. Vom Anspruch her würden wir es klar in den Bereich der Kennerspiele packen. 

Tipp vom Kultisten Fabbi:

Aquatica hat uns absolut überzeugt, als ein fantastisches Spiel für Zwischendurch oder längere Abende. 

Man sollte sich zu Beginn an den Zielen orientieren, da diese wichtige Punkte ergeben. Zudem muss man wissen, dass die meisten Punkte über Orte gewonnen werden können und das Charaktere keine Siegpunkte in der Endabrechnung bringen. Die großen und teuren Orte geben euch die meisten Siegpunkte aber auch die meisten Spielmöglichkeiten über freie Aktionen. Allerdings muss man wissen, dass Münzen sehr rar sind und man Orte leichter erobern kann. Jedoch muss die Taktik durch euren Spielstil festgelegt werden. Viel Spaß beim Abtauchen in dieses wirklich tolle Spiel von Ivan Tuzovsky.

1–4

SPIELER

528

BGG-Ranking

2.32/5

KOMPLEXITÄT

Diese Kultisten haben Aquatica gespielt:

 Fabbi

Erfolgreich abgetaucht.

Michael

Hält nach Spiel 2 immer noch die Luft an.

Bernhard

Bisher noch wasserscheu!

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