Endeavour - die Tiefsee
Spieleschachtel "Endeavor: Die Tiefsee" mit Druckanzeigern und einem maritimen Design.

Endeavor - die Tiefsee

Endeavor - die Tiefsee ist ein innovatives Worker-Placement und Worker-Movement Spiel von Frosted Games, das im Jahr 2025 mit dem Deutschen Spielepreis für das Kennerspiel des Jahres ausgezeichnet wurde. Durch verschiedene Szenarien und Siegpunktbedingungen in Kombination mit dem Aspekt die Tiefsee immer neu zu entdecken, entsteht ein jedes Mal neues, unvorhersehbares Spielerlebnis. Dabei existiert ein Solo-, ein Kooperativer- und ein Kompetitiver Modus, was dieses Spiuel für alle Spielegruppen interssant macht.

Altersempfehlung: Ab 10 Jahren
Spieldauer: 60 - 120 Minuten
Personenanzahl: 1–4 Spieler
Illustratorin / Illustrator: Fahed Alrajil, Josh Cappel, Maruša Gorjup
Autorin / Autor: Carl de Visser, Jarratt Gray
Verlag: Board Game Circus, Frosted Games

Das Brettspiel "Endeavor: Das Zeitalter" mit Auszeichnungen und Spielmaterialien.

Sehnsucht Tiefsee

Endeavor - die Tiefsee im Test

Wir waren ein wenig "Late at the Party" mit Endeavor - die Tiefsee. Es gibt einfach so Vieles, was wir gerne und häufig spielen. Jetzt beißen wir uns ein wenig in den Allerwertesten. Denn Endeavor wusste auf Anhieb zu gefallen. Mehr noch, es schreit nach wesentlich mehr Partien. Warum? Das. beantworten wir euch in dieser Rezension.

Das Meer bleibt faszinierend

Was macht Endeavor -  die Tiefsee so interessant?

Wasser ist das neue Tiere. Den Eindruck habe ich, wenn ich mir das letzte Jahr anschaue und was ich so gespielt habe. Aquaria, Aquatica, Underwater Cities und eben jetzt Endeavor - die Tiefsee. Davor waren es Spiele, wie Mischwald, Arche Nova und Cascadia, die vermehrt auf den Tisch kamen. Und ja, die Wasserwelt ist tatsächlich ein spannendes Fundament für Brettspiele.  Für diese Rezension bewerte ich die kompetitive Variante des Spiels.

Brettspiel-Setup mit Spielbrett, Karten, Tokens und Anleitung auf einem blauen Untergrund.

Spielablauf und Mechaniken bei Endeavor - die Tiefsee

Bei Endeavor - die Tiefsee, stellen wir uns als Expeditionsleiter eine eigene Crew zusammen, mit der wir im Laufe des Spiels bis zu drei U-Boote zu Wasser lassen. Das Grundprinzip des Spiel ist leicht erklärt. Wir versuchen mit Hilfe von vier Grundaktionen unsere jeweilige Spielrunde, von denen es lediglich sechs gibt, so effektiv, wie möglich, zu nutzen.

Mit dem Steuerrad können wir unsere U-Boote bewegen.  die Schildkröte ermöglicht es uns Artenschutzprojekte zu realisieren, mit dem Taucherhelm suchen wir nach Wissen und Bonusaktionen in der Tiefsee und das Notizbuch erlaubt es uns Forchungsprojekte zu unterstützen. Diese Aktionen gut zu orchestrieren, ist Schwierigkeit und Herausforderung bei Endeavor - die Tiefsee. Denn die Aktionstoken sind limitiert und eingesetzte Token müssen vor dem erneuten nutzen zurückerhalten werden.

Und hier kommt unser persönliches Playerboard ins Spiel, wo wir im Laufe des Spiels auf vier leisten voranschreiten werden.

Und die sind alle gleichermaßen wichtig. 
Die erste zeigt an, aus welchem Regal wir unsere Crewmitglieder anheuern dürfen. Die zweite signalisiert, wie viele der eingesetzten Token auf Crewmitgliedern wir zurückerhalten. Die dritte, wie viele neue Token wir für unsere nächste Runde bekommen und die vierte, wie viele Felder und in welche Tief wir mit unseren U-Booten tauchen können.
Das war es auch schon mit der Grundmechanik. So tief so gut!

Brettspiel mit Karten, Spielsteinen und einer Spielübersicht auf einem Tisch.
Brettspiel mit bunten Feldern und Aktionssymbolen auf einer blauen Spielfläche.

Und noch ein Tableau:

Es gibt noch weitere Errungenschaften zu feiern. Das Szenario-Tableau zeigt uns nicht nur, mit welchen Tiefsee-Plättchen wir beginnen, sondern auch einen Fortschrittsbaum, den wir im Laufe des Spiels befüllen können. Überall, wo uns Sternsymbole begegnen, signalisiert uns das, einen Marker auf ein Sofortbonusfeld zu legen. Also müssen wir in Endeavor - die Tiefsee nicht nur nach unten schauen, sondern auch nach links und rechts.

Das Besondere bei Endeavor - die Tiefsee:

Ein modulares Spielfeld, Playerboards, Szenario-Tableau und eine Menge ineinander verzahnter Mechaniken: Dennoch wirkt Endeavor - die Tiefsee nicht überfrachtet. Das ist schon eine Kunst und wirklich wohlwollend zu erwähnen. Die Balance zwischen Glück und Strategie ist angenehm ausgewogen.

Brettspielsetup mit blauen Karten, gelben und roten Spielsteinen auf Holztisch.

Die großen Unwägbarkeiten der Tiefsee:

Ein großer Reiz bei Endeavor - die Tiefsee entsteht durch die ständigen Entdeckungen. Wir wissen nicht, was unser Sonar aufedeckt und wir wissen nicht, was unsere Tauchgänge Zutage fördern. 
Das führt dazu, dass wir unsere Vorgehensweise ständig neu überdenken müssen. Die Synapsen werden so einem echten Stresstest unterzogen, der nebenbei auch Endorphine freisetzt. Denn alles fühlt sich sehr belohnend an.

Gleichtzeitig kann sich auch enttäuschung breit machen, wenn wir einen Sofortbonus benötigen, der sich nicht auf einem der beiden Tiefsee-Karten befindet, die wir mit dem Sonar entdecken dürfen.

Fazit für Endeavor - die Tiefsee:

Das Kennerspiel des Jahres 2025 hat mich "tief" beeindruckt. Es erschafft in ganz eigenes Brettspielgefühl, das mir einen Vergleich wirklich schwer macht. Das Spiel ist für Eurogame-Spieler gleichermaßen interessant, wie für 4X-Spieler. Ja, entfernt hat es sogar was von Dungeon Crawler. Das alles fügt sich zu einem perfekten Mix zusammen und verspricht eine Menge dauerhaften Spielspaß. Die Jury hat 2025 eine wirklich gute Wahl getroffen.

Tipp vom Kultisten Michael:

Wie so häufig bei Kennerspielen, ist es auch bei Endeavor - die Tiefsee von großer Wichtigkeit nicht alles machen zu wollen, sondern sich auf einige Ziele zu konzentrieren, die uns am Ende die höchsten Siegchancen gewähren. Da lohnt auf jeden Fall ein genauer Blick auf die Endziele des Szenario-Tableaus. Gleichzeitig solltet ihr die Züge eurer Gegner prognostizieren, damit euch nicht nach einer anstrengenden Fahrt mit dem U-Boot euer Ziel auf dem Tiefsee-Feld weggeschnappt wird. Ansonsten gilt das Grundsätzliche bei diesem Spiel: Habt Spaß hzu entdecken!

1–4

SPIELER

10+

ALTER

2.93/5

KOMPLEXITÄT

Diese Kultisten haben Endeavor - die Tiefsee gespielt:

 Fabbi

Ist mit den Punkten momentan noch ein wenig zu "deep".

Michael

Der Anglerfisch der Brettspielszene.

Bernhard

Verpasst das Beste mit seinem Montagsboykott.

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